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Pressestimmen

 

Obermain-Tagblatt vom 06.07.2010:

Eine musikalische Sternstunde erlebt

Pianistin Désirée Torday gibt Konzert auf Einladung der Kulturinitiative in der besonderen Atmosphäre auf Schloß Oberau

 

 

Bad Staffelstein

Im Vorjahr besuchte Helmbrecht von Mengershausen, Mitglied bei der Kulturinitiative Staffelstein KIS, ein Klavierkonzert in Kutzenberg. Die Pianistin Désirée Torday faszinierte ihn und das dortige Publikum so sehr mit ihren temperamentvoll und auch gefühlvoll gespielten Werken bedeutender Komponisten, daß sich von Mengershausen entschloß, die Künstlerin um ein Konzert in Bad Staffelstein zu bitten.

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Gerne kam Désiree Torday der Bitte nach und spielte am Samstagnachmittag in Schloß Oberau eine Auswahl an Sonaten, Walzern, Étuden und Rhapsodien. Den Beginn machte eine der bekanntesten Sonaten von Wolfgang Amadeus Mozart, die Sonate Nr. 11. Sie besteht aus drei Sätzen, einem Andante, einem Menuett und einem als "Türkischer Marsch" bekannt gewordenen Allegro in Rondofom.

Das Publikum, das sowohl im Damensalon als auch im Großen Salon zuhörte, war begeistert. Einer kurzen Sonate des Komponisten Domenico Scarlatti, der Sonate in G, folgte die "Mondscheinsonate" von Ludwig van Beethoven. Dieses gewaltige Werk trägt den Namen Sonate Nr. 14 in Cis, opus 27, Nr. 2. Mit seinen untypischen Tempi und einer ungewöhnlichen Satzfolge eine Herausforderung für jeden Pianisten. Doch wie keinem Zweiten gelang es Désirée Torday, diese melancholischen Elemente und auch das hochdramatische Finale am Satzende den Zuhörern perfekt zu präsentieren. In der kleinen Pause lud KIS Vorsitzender Hermann Hacker auf der Veranda des Schlosses zu einem kleinen Umtrunk ein.   Das Anwesen mit seinem alten, ehrwürdigen Gemäuer, dem großzügigen Park mit dem alten Baumbestand und der Lage am See bot das passende Ambiente. Schon mehrmals fanden hier Konzerte in der besonderen Atmosphäre statt.

Die Hausherrin, Baroness von Dungern, zählte auch zu den Liebhabern der klassischen Musik und war unter den Gästen. Für die zur Verfügungstellung der Räumlichkeiten bedankte sich von Mengershausen recht herzlich. Nach der Pause ging es romantisch weiter mit einem Walzer von Siegfried Translateur und von Pjotr I. Tschaikowsky, dem Blumenwalzer aus der Ballett- Suite "Der Nußknacker".

An einem so herrlichen Sommerabend durfte natürlich auch der "Hochzeitsmarsch" nicht fehlen. Diese Ouvertüre stammt von Felix Mendelssohn- Bartholdy zu Shakespeares Stück "Sommernachtstraum". Es folgten zwei temperamentvolle, technisch sehr anspruchsvolle Étuden von Chopin, das op. 10   Nr. 3 (Tristesse) und das opus 10 Nr. 12 (Revolutions-Étude). Eine schwierige Klaviatur, die die Pianistin meisterhaft spielte. Unter den aufgeführten Werken waren auch die Lieblingsstücke der Pianistin von Franz Liszt, die Ungarischen Rhapsodien Nr. 2 und Nr. 15 (Rácoczy- Marsch).

Vielleicht noch ein bischen "Vorbelastung" väterlicherseits? Stammte doch der Vater von Désirée Torday aus Ungarn. Sie selbst wurde in Hannover geboren, ist hauptberuflich Ärztin im Klinikum Obermain (Kutzenberg) und hat dort auch schon Klavierkonzerte gegeben.

Am Samstag, 24. Juli, wird es im dortigen Festsaal ein weiteres Klavierkonzert geben. Dann wird die Pianistin am Klavier von ihren beiden Kindern"unterstützt". Beginn ist um 17 Uhr, der Eintritt ist frei. Ebenso wird Heiter- Philosophierendes aus dem "Wunderdoktor" von Eugen Roth rezitiert. Mit einem prächtigen Blumenstrauß bedankte sich KIS Mitglied von Mengershausen bei der ebenso liebenswerten wie auch begabten Künstlerin, die dieses Mal in einem leuchtend-roten bodenlangen italienischen Abendkleid auftrat und auch optisch hinreißend war.

Monika Schütz

 

 

Obermain-Tagblatt vom 27.07.2010:

Klang und Wort

Pianistin Désirée Torday lud zu "musikalisch-literarischem Sommernachtstraum"

Kutzenberg

Ein Strauß prächtiger Sonnenblumen war nicht der einzige Farbtupfer. Ärztin, Pianistin und Rezitatorin Désirée Torday lud am Samstagnachmittag zu einem "musikalisch- literarischen Sommernachtstraum" in den Festsaal des Bezirksklinikums Obermain in Kutzenberg.

Mit Meisterwerken der klassischen Musik wechselten sich heitere Verse aus Eugen Roths "Wunderdoktor" ab. Dessen Gedichte thematisierten auf ironische und - weil Désirée Torday hauptsächlich als Ärztin im Klinikum Kutzenberg tätig ist- oft selbstironische Weise die Menschen, deren Wesen und Wehwehchen.

"Die Ärzte" traf es dabei bestens. Typische Vorurteile gegenüber den "Halbgöttern in weiß" wurden mit Diminuitiven auf dem Arm genommen: "Er zwitschert fröhlich wie ein Schwälbchen und verschreibt ein harmlos Sälbchen." Stehenden Fußes folgte die Retourkutsche: "Gelebt, geliebt, geraucht, gesoffen- und alles dann vom Doktor hoffen!" Roths weises Fazit lautet: "Behandelt drum den Doktor gut, damit er euch desgleichen tut!"

Den Spiegel vorgehalten

Mit Eugen Roths Gedichten hielt Désirée Torday gleichermaßen dem lachenden Publikum und ihrem Berufszweig einen Spiegel vor. Gewiß ertappte sich mancher eingangs, wie er sich bei Felix Mendelssohn- Bartholdys "Hochzeitsmarsch" aus "Ein Sommernachtstraum" nach der schwedischen Kronprinzessin Victoria und ihrem Daniel umblickte.

Wenn der Blick auf den bunten Sonnenblumenstrauß fiel, konnte man bei Siegfried Translateurs "Was Blumen träumen", Peter Tschaikowskys "Blumenwalzer" udn dem "Tanz der Zuckerfee" aus der "Nußknacker- Ballettsuite" und Louis Moreau Gottschalks "Les yeux créoles", einem kubanischen Tanz, in einen blumengeschmückten Ballsaal entführt werden.

Frédéric Chopins "Nocturne in Es-Dur" und Domenico Scarlattis "Sonate in A-Dur" geleiteten wieder zurück in den Jugendstilsaal. Ersteres mit einem wiederkehrenden Thema, ruhigen Baßakkorden und  -anschlägen und einer malerischen Melodie, zweiteres als Klingstück mit langen Tonläufen. Nach den "Ungarischen Rhapsodien Nr. 2 und Nr. 15" von Franz Liszt und "La Campanella" von Niccolò Paganini und Liszt traten noch zwei kleine Künstler an den Flügel. Arthur (zehn Jahre) und Valerie (elf Jahre), die Kinder der Künstlerin, begeisterten wie ihre Mutter das Publikum. Ob nun die philosophierenden Leckerbissen von den Werken am Flügel umrahmt wurden, oder ob es umgekehrt war, wurde nicht aufgelöst. Mußte es auch nicht. Harmonisch verbanden sie sich zu einem "musikalisch- literarischen Sommernachtstraum" am späten Nachmittag.

Philipp Fischer